Die Zeit rennt. Oder steht sie still?
Wir warten, aber worauf? Und was noch viel wichtiger ist: wie lange noch?
Wir reden davon, dass uns Monate – wenn nicht sogar Jahre – einfach genommen werden.
Oder berauben wir und selbst?
Die plötzliche Stille verunsichert uns. Stillstand. Aber warum?
Machen wir das Beste daraus? Oder lassen wir uns fallen, sinken in dieses tiefe Gefühl der Einsamkeit?
Allein laufe ich durch die dunklen Straßen. Alles leer. Wie ausgestorben.
Schaufenster, merkwürdig hell beleuchtet, schreien nach Aufmerksamkeit.
Aus dicken Backsteinmauern sickern Verschwörungstheorien. Auf der Suche nach Angst, Einsamkeit und Verzweiflung nisten sie sich in den Köpfen der Menschen ein. Ausgeliefert.
Vereinzelt schemenhafte Gestalten, Augenpaare die mir entgegenkommen.
Blicke, die sich begegenen.
Freund oder Fremder? Entfremdung.
Die Kirchen läuten ihre Glocken. Ungewohnt laut schallt ihr Klang in meinen Ohren wieder.
Es ist soweit. Ich begebe mich auf den Heimweg.